Im Herzen erleben wir Liebe, Sinn, Freude und Verbundenheit. Bei den wenigsten Menschen unserer Gegenwart ist das Herzchakra ganz frei und offen. Die meisten tragen Verletzungen darin. Entsprechend schwer fällt es, Beziehungen auf Herzebene zu gestalten. Zugleich sind uns Ablenkungen sehr willkommen, die vom Fühlen und der Präsenz im Herzen wegbringen. In dieser Aufstellung ging es darum, wie wir unser Herzchakra wieder frei bekommen und so einbinden können, dass die Liebe darin fließen kann.
Aufstellungsbeginn: Wir, unser Herzchakra, die Liebe, die darin fließen will
Wir: „Ich bin nicht verbunden mit meinem Herzchakra. Als Ersatz lenke ich mich mit Computerspielen, Medien, Fernsehen, aber auch mit anderen Dingen ab.“
Wir: „Beim Thema Herzchakra ist mein Schmerz darin berührt und das geht mir zu nahe. Und ich brauche bei dem Thema direkt jemanden, der bei mir ist und für mich da ist.“
Wir stellen daraufhin einmal einen Hüter zur Verfügung, der auf unsere Grenzen achtet. Zum anderen einen Menschen, der die Stellvertreterin für uns dann die ganze Aufstellung über begleitet.
Wir: "Ich muss auch noch eine Hilflosigkeit zu diesem Thema zurückgeben, die von meinen Eltern, aber auch anderen Erwachsenen, Therapeuten etc. bei mir gelandet war."
Nachdem wir dies in einem bewussten Schritt gemacht haben, geht es uns besser.
Das Herzchakra: "Ich bin wie vergraben und verschüttet."
Die Liebe: "Ich stehe bereit und möchte da gerne fließen, wenn es frei ist."
Wir stellen jetzt den Schmerz dazu, der im Herzchakra sitzt.
Der Schmerz ist groß: "Ich möchte mich in ein Loch stürzen."
Wir können noch nicht zu dem Schmerz hinschauen, sondern möchten uns zuerst mit dem Herzchakra verbinden. Aber da ist noch ein Hindernis dazwischen. Es zeigt sich als ein versiegelter Fluch, der uns vom Herzchakra abschneidet. Er kam von Menschen, die sich von der Liebe ausgeschlossen gefühlt hatten.
Wir erinnern uns, dass wir Schöpfer unserer Erfahrungen sind und die Macht bei uns ist. In dieser Macht lösen wir die Versiegelungen und den Fluch auf und integrieren wieder unsere Seelenanteile, die sich bei den Urhebern des Fluches gezeigt hatten.
Jetzt können wir uns neben das Herzchakra stellen und auf den Schmerz schauen.
Es tut dem Schmerz gut, gesehen zu werden. Für uns wiederum ist es wichtig, die Begleitperson und den Hüter unserer Grenzen bei uns zu haben.
Immer wieder geben wir uns in der Aufstellung Momente der Stille und des Fühlens, die schon sehr heilsam wirken.
Wir möchten jetzt auch noch mehr in Kontakt mit unserem Herzchakra kommen und sind ärgerlich, dass es nicht so einfach geht. Aber es ist auch unter einem "Müllberg" von nicht gefühlten und verarbeiteten Gefühlen begraben, die nicht unbedingt gleich tiefer Schmerz sind.
Es kommt bei uns jetzt auch ein tiefes Gefühl hoch, verlassen zu sein und allein in der Welt zu stehen. Verlassen von der göttlichen Liebe.
Wir fragen, was uns von der göttlichen Liebe getrennt hat.
Daraufhin zeigen sich unsere menschliche Zuwendung und Liebe. Unsere Liebe zu Partnern und ausgewählten Menschen. Wir hatten uns darin so sehr hineinbegeben, dass wir darüber die Verbindung mit der göttlichen Liebe in uns verloren haben.
Wir laden nun diese göttliche Liebe ein, wieder ihren Platz einzunehmen. Sie stellt sich hinter die menschliche Liebe, so dass sie in die göttliche Liebe eingebettet ist. Das fühlt sich sehr gut an.
Der Schmerz: „Jetzt bin ich nichts mehr Absolutes, sondern werde relativ. Zur menschlichen Liebe gehört Schmerz durch Trennung, Tod etc. dazu. Das ist aber in Ordnung, weil er aufgefangen ist in der absoluten göttlichen Liebe.“
Auch der Müllberg unverarbeiteter Gefühle kann sich im Raum der göttlichen Liebe auflösen. Vieles darin können wir gehen lassen, ohne dass wir noch einmal durch einen Prozess des erneuten Durchfühlens gehen müssen.
Aber unsere Verbindung zum Herzchakra ist immer noch nicht frei.
Es zeigt sich noch der Verstand, der die Kontrolle behalten will und nicht zulassen kann, dass das Herz die Führung bei uns übernimmt. Der Verstand will die Ordnung sicherstellen, blockiert dabei aber das Herz.
Es braucht hier die Präsenz der göttlichen Ordnung in uns. Sie kommt aus der Verbindung mit dem Spirituellen und zeigt sich darin, dass die Chakren untereinander verbunden bleiben wie Perlen einer Kette. So dass z. B. Sexualität nicht ohne Liebe und Respekt, Spiritualität nicht ohne Erdung und so weiter gelebt werden.
Danach zeigt sich auch noch unser Ego, das in Ablehnung und Wut gegenüber dem Herzchakra erscheint. Wir hatten unser Ich zugunsten der Liebe verleugnet und es damit verletzt. Z. B. in einer christlichen Spiritualität. Jetzt geben wir ihm aber wieder einen guten Platz und ehren es.
Auch war unser Herzchakra noch belastet von Trauma und Gefühlen, die wir von unseren Eltern übernommen hatten. Z. B. in der Zeit, als wir 9 Monate im Uterus unserer Mutter waren.
Jetzt endlich können wir uns wieder mit unserem Herzchakra verbinden und die Liebe kann darin fließen.