Wie muss die Frau sein, damit der Mann seine Männlichkeit zentriert im Herzen und in seiner schönen Qualität leben kann? Diese Frage zeigte sich heute als Themenstellung in einer Teilnehmerrunde, in der fast nur Frauen anwesend waren.
Als Ausgangspunkt wählten wir heute die Situation der Frau als Mutter, die dabei ist, ein männliches Kind zu empfangen.
Aufstellungsbeginn: die Frau, ein Kind, das bei ihr als Sohn/Mann inkarnieren möchte, das Herz
Vor der Inkarnation des Kindes war in der Aufstellung die Beziehung zwischen Frau und Seele, die ihr (männliches) Kind werden wollte, liebevoll und harmonisch. Die Seelen beider kannten und liebten sich und freuten sich aufeinander. Im weiteren Prozess der Inkarnation aber wurden alte Muster aktiviert, die aus unseren Erfahrungen auf der Erde stammten. Die männliche Energie, in die die Seele in dieser Inkarnation hineingehen wollte, fühlte sich beim Blick auf das Energiefeld des Uterus der Mutter eingeengt, im Kronenchakra und im Herzen zu. Ihr ging es nicht gut. Die Mutter spürte wiederum eine Unsicherheit, ob sie das Kind bei sich halten kann.
Dem Herz fehlte etwas. Was fehlte, war die energetische Anbindung des Herzens in einem Energiekanal nach oben und unten zur göttlichen Liebe. Wir nahmen diese hinzu, als ersten Lösungsschritt der Aufstellung. Frau und der inkarnierenden Seele ging es daraufhin schon etwas besser.
Wir wählen zwar bei einer Inkarnation auf der Erde ein physisches Geschlecht aus, aber in unserer Seele ist beides da: männlich und weiblich. Wir stellten hinter der Frau ihre weibliche und ihre männliche Seite auf. Hier stimmte einiges nicht: Ihre Plätze waren vertauscht. Die männliche Seite schaute raus, war kaum präsent. Die weibliche Seite stand am falschen Platz und fühlte sich auch nicht wirklich weiblich an. Hier konnte ein Kind mit einer männlichen Energie nicht gut landen.
Wir schauten daraufhin die in Vergangenheit der Frau. Zurück bis dorthin, an den Ursprungspunkt, den wir brauchten, um das Thema lösen zu können. Vorher war die weibliche Seite der Frau "weiblich, weiblich". Ganz weich und empfangend, wunderschön. Die männliche Seite hatte Raum, um seine Kraft zu entfalten. Beide Seiten waren liebevoll verbunden, aber das freie und bewusste Ich war noch nicht erwacht. Mit dessen Aktivierung kam zuerst einmal die Trennung von der göttlichen Quelle, um die eigene Selbstbestimmung bewusst zu erleben und zu erfahren und auszuprobieren.
Als wir uns als Menschen von der göttlichen, liebenden Quelle trennten, erlebten wir sehr bald Schmerz und Verletzungen im Herzen zwischen Mann und Frau, weil uns dort nun aus einem inneren Mangel heraus begegneten. Damals entschieden wir uns, Strategien zu wählen, um den Schmerz nicht zu fühlen und ihn künftig zu vermeiden: Wir verschlossen unser Herz mehr und mehr und folgten Mustern von Macht und Kontrolle. Diese führten aber eher zu noch mehr Schmerz.
Es gab noch mehrere solche Entscheidungspunkte auf unserem Weg. Einmal ging das Männliche in die Macht und wollte die männliche Kraft spüren, einmal ging das Weibliche in eine matriarchale Macht, während das Männliche in Ohnmacht und Missbrauchserfahrungen geriet. Unsere jetzige Zeit ist davon geprägt, dass wir versuchten, die vielen Verletzungen in unserer Seele irgendwie zu managen.
Heilsam und lösend war es, dass als diese Entscheidungspunkte durch die Aufstellung energetisch zugänglich waren, uns jetzt bewusst neu zu entscheiden: Jetzt wählen wir, den Schmerz zu fühlen und zu sehen und den Weg wieder in die Anbindung an die göttliche Quelle der Liebe zu gehen. Die Erfahrungen dürfen uns zur Verfügung als Erfahrungsschatz zur Verfügung stehen. Die Blockaden und Verletzungen dürfen sich jetzt aber erlöste Vergangenheit werden. Dabei half es, das Herz, dessen Anbindung und das göttlich Männliche und das göttlich Weibliche dazuzunehmen und sich damit zu verbinden.
Wir waren nun ein gutes Stück weiter, aber die männliche und weibliche Seite der Frau konnten noch nicht an den richten Platz kommen.
Dazwischen war noch das abenteuerlustige Kind. Dieses abenteuerlustige Kind verkörpert unsere Lebenslust, unsere Entdeckerfreude und unsere Freiheit. Es hatte uns in all diese Erfahrungen hineingeführt. An einem bestimmten Punkt waren wir aber so vom Schmerz und von Verzweiflung geprägt, dass sie dieses Kind in sich ablehnte und verleugnete. Da es jetzt aber dort keinen Platz mehr hatte, ging es nach außen und wurde böse und machtgierig um zu überleben und einen Platz behalten zu können. Das ist der energetische Ort der dunklen Kräfte, die heute im Raum der Menschheit so unheilvoll wirken.
Auch hier ging es darum, diese unsere Entscheidung jetzt bewusst neu zu treffen und einen besseren Weg zu wählen.
Nach der Heilung des Kindaspektes hatten die männliche und weibliche Seite in der Frau und die Frau selbst den Impuls, sich auf den Boden zu legen. In einiger Zeit der Stille konnte sich jetzt viel transformieren. Das göttlich Männliche und Weibliche war dabei in einem hilfreichen Kontakt.
Danach konnten sie wieder an den richtigen Platz kommen und die weibliche Seite konnte nun wieder in ihre schöne Weiblichkeit gehen und die männliche Seite Raum und Platz für eine schöne Männlichkeit finden.
Auch in unserer Kindheit, im Ahnenraum und in Bezug auf die Gesellschaft um uns setzen wir noch Heilungsimpulse. Hier zeigte sich auch noch einmal, dass es aktuell auf der Erde zwei Gruppen von Seelen gibt: Welche, die den alten Weg bis zum Ende gehen möchten, um diese Erfahrung als Weisheitsschatz in den Erntespeicher der Menschheit einzubringen und Seelen, die jetzt hier inkarniert sind, um die neue Kultur auf der Erde vorzubereiten und zu etablieren.
Der Seele, die inkarnieren wollte und ihrer männlichen Energie ging es jetzt richtig gut in Bezug auf die Mutter. Das Herz wollte sich noch zwischen beide stellen, mit der Anbindung an die göttliche, unendliche Liebe. Jetzt konnte sich hier eine wunderschöne und im Herzen zentrierte männliche Energie Raum finden.